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Der Relaunch von futur2 wurde mit finanzieller Unterstützung des Stiftungszentrums des Erzbistum Köln realisiert.

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ZOEGB

Die Zeitschrift für Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung ist konzipiert als Fachzeitschrift für Beraterinnen, Berater und Führungskräfte in Kirche und Diakonie. Sie hat etwa 450 Abonnentinnen und Abonnenten im deutschsprachigen Raum. Seit Februar 2013 hat Dieter Pohl die Leitung der Redaktion übernommen.

„interkulturell beraten“ so lautet das Thema der neuen Ausgabe der Zeitschrift für Organisationsentwicklung und Gemeindeberatung (ZOEGB 17/2017)

Die Fluchtbewegung 2015 hat Grundlegendes verändert in unserer Gesellschaft, in unseren Kirchen, auch in Beratung und Organisationsentwicklung. Eigenkultur und Fremdkultur treffen aufeinander, berühren sich, finden Schnittmengen, reiben sich an gegenläufigen Erwartungen und Wirkungen. Sie werden interkulturell.

Wer sich dieser Begegnung aussetzt, findet schnell heraus, dass sich das „inter“ nicht nur zwischen verschiedenen Hautfarben, Religionen und ethnischen Herkünften abspielt, sondern auch zwischen unterschiedlichen Glaubensausprägungen, Milieus und Organisationskulturen hier bei uns.

Migration verändert auch die Rolle und Aufgabenstellung von Kirche:

  • Dietmar Burkhardt nimmt das Konzept vom „Dritten Raum“ des indischen Kulturwissenschaftlers Homi K. Bhabha auf, um Gemeinde als „Ort der Begegnung“ zu beschreiben.
  • Leo Baumfeld erweitert den „Dritten Raum“ zur „Figur des Dritten“, des unparteiischen Dritten, der Vermittlerin, des Dolmetschers, der Beraterin, des „blinde Flecken“ aufdeckenden Beobachters.
  • Dr. Hans-Günter Heimbrock berichtet von einer Frankfurter Forschungsgruppe, die die Aufgaben und Möglichkeiten der Kirchen in der Situation interkultureller Konflikte untersucht.
  • Dr. Werner Kahl der Frage nach: Wie können Christinnen und Christen so unterschiedlicher Herkunft Kirche gemeinsam gestalten?

Die Begegnung mit Fremden verändert auch Konzept und Vollzüge von Beratung:

  • Irmtraud Weissinger präsentiert neue Herausforderungen: vermehrte Ebenen der Auftragsklärung, differenziertere Anschlussfähigkeit an die Dynamiken des Klientensystems, erhöhte Achtsamkeit gegenüber der Täter-Opfer-Retter-Kommunikation.
  • Heike Roth untersucht das systemische Bedingungsgefüge von Diversity und kommt zu dem Schluss, dass interkulturelles Beraten eine erhöhte Ambiguitätstoleranz benötigt.
  • Hendrik Fenz verbindet das islamische Sulh-Verfahren mit dem europäischen Mediationsverfahren, um verschiedenen Kulturen in der Konfliktbearbeitung gerecht zu werden.
  • Sabine Denecke beschreibt ihre Erfahrungen in der Supervision mit freiwilligen Flüchtlingspaten.
  • Katharina Witte zeigt am Beispiel von Kindertagesstätten Schritte hin zu einer interkulturellen Organisation auf.
  • Und Hans-Joachim Güttler recherchiert Materialien zur Flüchtlingshilfe im Internet.

Wer raschen Change will, plant keine klassische Organisationsentwicklung mehr, sondern erfindet zusammen mit den Verantwortlichen die Gemeinde neu. Dieser provokante Ansatz von Dr. Sonja Radatz wird im zweiten Teil des Heftes zur Diskussion gestellt.

Der Materialkoffer bietet fünf Arbeitsformen für die praktische Beratungsarbeit.

In den Pionierinterviews erzählen Jens Haasen und Ulf Häbel aus den Anfängen der Gemeindeberatung.

Die Veranstaltungshinweise werden ab diesem Sommer sowohl in der ZOEGB als auch im Internet unter www.gboe.de veröffentlicht. Auf diese Weise können die Hinweise laufend aktualisiert und fortgeschrieben werden.

Die neue Ausgabe kann direkt bezogen werden bei:
Förderverein OEGB g.e.V., Kaiserstr. 2, 61169 Friedberg
Tel.: 06031 162970, Fax: 06031 162971, foerderverein[at]ekhn-net[.]de
Einzelabo: 10,00 Euro, Mehrfachabo (ab 5 Ex.) 8,00 Euro