022017

Editorial

Konrad Neuwirth

Editorial 2-2017

„Die Zukunft ist schon da, sie ist aber noch nicht gleichmäßig verteilt“, sagt der kanadische Science Fiction-Auto William Gibson, der uns den Begriff „Cyberspace“ gegeben hat. Wir leben in einer sehr spannenden Zeit: Zukunft kommt spürbar mit hoher Geschwindigkeit und breitet sich unaufhaltsam aus, ohne dass wir sie kontrollieren können. Gesellschaft  bricht um: Wir werden nicht nur mit neuen Antworten auf alte Fragen konfrontiert, weil bisherige Antworten sich als irrelevant erweisen. Nein, es stellen sich vollkommen neue Fragen, bei denen uns bereits bekannte Antworten nicht weiterhelfen.

Viele der öffentlichen Diskussionen, die sich mit den Veränderungen befassen, die uns das 21. Jahrhundert schon gebracht hat, beschäftigen sich mit der Frage, wie die Gesellschaft der Zukunft aussehen wird und wie sich unser Alltag verändern wird, welche Kompetenzen und Fähigkeiten gebraucht werden, um in der zukünftigen Welt, der nächsten Gesellschaft, zu bestehen oder wie sich Unternehmen an die neuen Gegebenheiten anpassen können, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

An manchen Stellen scheint in den Debatten durch, dass die Veränderungen tiefergehend sind und wir uns nicht nur wegen eines „verschärften Wettbewerbs“ Gedanken machen sollten. In dieser Ausgabe wollen wir die sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen der rasanten technologischen Entwicklung fokussieren. Wir wollen damit die Debatte um die existentielle Dimension der Entwicklung, die Frage nach Sinn, nach Identität und Transzendenz erweitern.

Natürlich ist auch unsere Ausgabe mehr ein Blick durchs Schlüsselloch und nimmt nicht in Anspruch, die Breite der Fragestellung abzubilden. Wenn es gelingt, die Diskussionen zu stimulieren und auch kontroverse Reaktionen zu provozieren, haben wir unser Ziel erreicht.

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