Innovation? Was soll das mit Arena zu tun haben? Und das auch noch im kirchlichen Kontext?
Organisationsentwicklung
Innovation als strategisches Muss für die Zukunftsfähigkeit kirchlicher Dienstleister – praktische Implikationen aus Unternehmersicht
Es war ein beeindruckendes Impulsreferat, das Sr. Edith-Maria Magar im Rahmen des 2. Kongresses Innovation und Strategie in Kirche und Gesellschaft am 6. Dezember 2011 in der Thomas-Morus-Akademie in Bensberg gehalten hat. Nicht nur die Schilderung ihrer betrieblichen Innovationsprozesse beeindruckte, sondern vor allem auch sie selbst als überzeugte und überzeugende Persönlichkeit.
Das futur2-Team hat das Referat als Video aufgezeichnet und stellt es Ihnen hier exklusiv zur Verfügung:
Auf dem Innovationspfad? Zur Wirksamkeit diözesaner Strategieprozesse
Mehr als zwei Drittel der Bistümer im deutschsprachigen Raum haben in den letzten zwei Jahrzehnten synodale Prozesse initiiert, um zeitgemäße Perspektiven für die Seelsorge zu gewinnen. Die einzelnen Vorgänge unterschieden sich in ihrer Zielsetzung, ihren Organisationsformen und ihrer Verlaufsdauer teilweise erheblich voneinander. Die folgenden Überlegungen konzentrieren sich vorrangig auf ihre Auswirkungen in der Seelsorge und verfolgen die Frage, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen sie pastorale Innovationen anstoßen können.
Kirche und Innovation - ein Widerspruch? Innovation als organisatorische und theologische Herausforderung
Wenn sich Kontextbedingungen verändern, ist Innovation (Erneuerung) angesagt. Je stärker die Veränderungen sind, desto intensiver und systematischer muss nach alternativen Optionen Ausschau gehalten werden. Es geht um die gezielte Herstellung und experimentelle Erprobung von Unterschieden zur Verbesserung der System-Umweltreferenz. Systeme neigen allerdings dazu, am Status Quo festzuhalten. Für die Kirche kommt erschwerend ihre lange und erfolgreiche Tradition hinzu. Und theologisch ist die Offenbarungsgeschichte mit Jesus Christus abgeschlossen. Innovation ist für die Kirche daher keine leichte Übung. Sie ist an dieser Stelle doppelt herausgefordert.
Gemeindeberatung als Beitrag zur strategischen Innovation in der Kirche
Bevor ich mich dem im Titel unterstellten Beitrag der Gemeindeberatung an der strategischen Innovation in der Kirche zuwende, muss zunächst einmal bestimmt werden, was denn unter Innovation und Strategie zu verstehen ist, hierauf folgend ist kritisch zu hinterfragen, ob im so verstandenen Sinne überhaupt eine innovative Strategie in der Kirche erkennbar ist und anschließend ist erst der Beitrag der Gemeindeberatung zu analysieren. Der Artikel plädiert für eine äußerst kritische Bilanz zum strategischen Innovationsmanagement innerhalb der Kirche und unterstellt, dass die Gemeindeberatung ihren Beitrag hierzu bestenfalls noch wird erweisen müssen, ihn womöglich aber gar nicht liefert. Zu guter Letzt werden Bedingungen und Kontexte beschrieben, die es zukünftig wahrscheinlicher machen könnten, von einer tatsächlich stattfindenden innerkirchlichen Innovation zu sprechen.
Zur Architektur strategischer Entwicklungsprozesse
In komplexen, dynamischen Zusammenhängen ist strategisches Denken und Handeln gefordert. Die Wirtschaft, führende Systemlogik unserer Gesellschaft, hat das bereits sehr früh erkannt. Andere Funktionssysteme, wie Politik, Wohlfahrtspflege oder gar Kirchen, hinken da deutlich hinterher. Aufgrund der hohen Dynamik gesellschaftlicher Prozesse und deren globaler Vernetzung steigt aber gerade hier die Notwendigkeit, Umweltreferenz herzustellen, die Funktionssysteme (Auftrag, Ressourcen, Potenziale etc.) mit den Umweltanforderungen abzustimmen, um hieraus langfristige Orientierungen für operative Entscheidungen ableiten und auf diese Weise die Zukunft offen halten und gestalten zu können. Hierfür soll der vorliegende Artikel eine erste Orientierung bieten.



