Eine Qualifizierung in Großgruppenverfahren für Führungskräfte, Fachkräfte und Berater(innen) aus Caritas, Pfarreien und Einrichtungen der Ordinariate.

24. bis 25. April 2012
Benediktinerkloster Huysburg, Ekkehard-Haus, 38838 Huy OT Dingelstedt
Veranstalter: 
Bistum Hildesheim - Arbeitsstelle für pastorale Fortbildung und Beratung Referat für Personalentwicklung

AnmeldungArbeitsstelle für pastorale Fortbildung und BeratungReferat für PersonalentwicklungNeue Str. 331134 HildesheimTel. 05121/17915-56 oder -51Fax 05121/17915-42E-Mail: personalentwicklung.afb@bistum-hildesheim.deViele Organisationen sind auf der Suche nach neuen Formen der Beteiligung: Bürgerforen werden eingerichtet, Parteien starten Mitgliederbefragungen, Volksabstimmungen wecken Hoffnungen und neues Interesse.Wie ist das in der Kirche und ihrer Caritas? Auch hier hat man den Eindruck, dass Organe, Gremien, Räte und Versammlungen der Ergänzung bedürfen. Viele wollen und sollen mitreden und mitentscheiden. Im Blick auf lokale Kirchenentwicklung und Dialogprozess gibt es das Bemühen, gerade mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die nicht schon immer zum festen Kern gehört haben und gehören. Es geht darum, Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Herkünften zusammenzubringen. Und das nicht nur in kleinen Gruppen, sondern in großen repräsentativen Zusammenhängen. In der Caritas werden Zusammenhänge des Sozialraums und des Quartiers neu in den Blick genommen. Außerdem geht es auch in den Einrichtungen und Diensten darum, gemeinsam neue Antworten auf aktuelle Herausforderungen zu finden. Beteiligungsverfahren für viele stehen damit auf der Tagesordnung.Im Großgruppenworkshop 2011 haben wir uns viele verschiedene Beteiligungsverfahren angeschaut, um einen breiten Überblick über das Thema Großgruppenverfahren zu bekommen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Großgruppenverfahren frischen Wind in Organisationen bringen können. Sie führen vielfältige Energien und Ressourcen für eine Zeit in einem Raum zusammen und fokussieren viele Engagierte in einer Organisation auf notwendige Veränderungen.In der Folgeveranstaltung 2012 wollen wir nun ein Instrument mit dem Namen RTSC genauer in den Blick nehmen und das Wissen darüber sowie den Umgang damit vertiefen. Wie geht Partizipation und Führung in guter Weise zusammen? Das ist eine der Leitfragen von RTSC. Die Methode bietet großen Raum für Führung und gleichzeitig ein Maximum an Partizipation für viele Beteiligte. Diese Konstellation ist bei den aktuellen Herausforderungen in Kirche und Caritas besonders interessant und relevant.Eingeladen sind wieder Führungskräfte, Berater(innen) und Fachkräfte. Sie haben die Möglichkeit während des Workshops aus ihrem jeweiligen Blickwinkel die Chancen und Grenzen des vorgestellten Großgruppenverfahrens zu bedenken und miteinander in einen fruchtbaren Dialog zu bringen. Die Teilnahme am ersten Großgruppenworkshop ist keine Voraussetzung für die jetzige Teilnahme. Was ist RTSC (Real Time Strategic Change)?RTSC ist eines von mehreren Formaten für Großgruppenkonferenzen. Es bietet einen Rahmen, gemeinsam an der strategischen (Neu-)Ausrichtung eines Arbeitsbereichs oder einer Organisation zu arbeiten. Ebenso eignet es sich gut für Prozesse, die auf den kulturellen Wandel oder veränderte Einstellungen und Haltungen abzielen. Für die Führung besteht die besondere Herausforderung darin, sich dem Thema offen zu stellen, eine eigene Position zu entwickeln und diese kraftvoll und überzeugend vor der Gemeinschaft zu vertreten. In der RTSC-Konferenz werden die strategischen Orientierungen der Hierarchie mit den Erfahrungen, Ressourcen und Bedenken der Gemeinschaft in einen Dialog gebracht. Am Ende werden konkrete Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet.Der methodische Charme der RTSC-Konferenz ist die Klarheit der Struktur in Verbindung mit der Freiheit seiner methodischen Ausgestaltung. Hier können viele Elemente aus der Arbeit mit großen und kleinen Gruppen kreativ verwandt und kombiniert werden.Eine RTSC-Konferenz gliedert sich in drei Phasen:

  1. Die Sensibilisierung für das Thema
  2. Die Vermittlung der Ziele durch die Führung und die Resonanz der Gemeinschaft
  3. Die Erarbeitung von Schritten und Maßnahmen

Wie werden wir arbeiten?1. Tag: RTSC erleben 

  • RTSC verstehen: Grundidee, Architektur und Dynamiken von RTSC-Konferenzen
  • RTSC erleben: In einer verschlankten Form des RTSC werden wir an eineraktuellen, zentralen Fragestellung arbeiten.

2. Tag: Designwerkstatt für RTSC-KonferenzenDer 2. Tag hat den Charakter einer Design-Werkstatt. Wir wollen die Kompetenzen der ganzen Gruppe nutzen und an verschiedenen Fragestellungen aus dem Teilnehmerkreis arbeiten. Wir werden in mehreren Gruppen parallel für verschiedene Fragestellungen Designs für RTSC- Konferenzen erarbeiten. Dabei können die Erfahrungen sowie das methodische und kreative Potential aus eigenen Prozessen zur Entfaltung gebracht werden. Am Ende werden die Designs präsentiert und ausgewählte Schritte probiert. Es besteht die Möglichkeit, die Umsetzung der hier entwickelten Ideen auch nach der Konferenz durch die Entwicklergruppen zu begleiten. Initiatoren der VeranstaltungUlrich KochLeiter des Referats für Personalentwicklung im Bistum HildesheimDr. Hans-Jürgen MarcusDirektor des Diözesancaritasverbandes HildesheimPia StapelGeschäftsführerin der Stiftung Kath. Behindertenhilfe im Bistum Hildesheim Eingeladen sind wieder Führungskräfte, Berater(innen) und Fachkräfte.Wer sind die Referenten?Burkhard Bösterlingist Gründer der „Bösterling Organisationsberatung“ und außerdem Mitglied der Beratergruppe „Hohenzollern Sieben“, Zentrum für Beratung und Kompetenzentwicklung, in Hannover. Der gelernte Dipl.-Ingenieur, Organisationsberater und Coach berät, forscht und lehrt auch zum Thema Organisationsentwicklung an der Universität Hannover.Iris Brünjesist Inhaberin der Organisationsberatung „PURE – Prozesse und Ressourcenentwicklung“. Die Diplom-Pädagogin begleitet Organisationen bei Veränderungsprozessen, konzeptioniert Visions- und Strategieprozesseund berät Führungskräfte. Sie ist Lehrbeauftragte an den Universitäten Hannover und Bremen.